Was man braucht, um den Versuch durchzuführen
eine
Wanne oder eine durchsichtige Schüssel
eine
kleine Flasche
heißes
Wasser
kaltes
Wasser
rote
Lebensmittelfarbe oder Tinte
ein
Stück Schnur
Wie man den Versuch durchführt
Zuerst füllt man das kalte
Wasser in die Wanne. Am Flaschenhals der kleinen Flasche befestigt man die
Schnur. Nun füllt man in die kleine Flasche etwas rote Lebensmittelfarbe (oder
Tinte) und füllt diese mit heißem Wasser auf.
Jetzt lässt man die kleine
Flasche mit Hilfe der Schnur langsam auf den Boden der mit kaltem Wasser gefüllten
Wanne sinken.
Was
man bei diesem Versuch beobachten kann
Das heiße, eingefärbte
Wasser strömt sofort wie die Lava eines Vulkans nach oben aus der kleinen
Flasche heraus und beginnt sich an der Wasseroberfläche der Wanne zu
verteilen. Gleichzeitig strömt kaltes, klares Wasser ins Flascheninnere. Dabei
sind kleine Wirbel in der Flasche zu sehen.
Im Laufe des Versuchs nimmt die
Schnelligkeit und Intensität des Herausströmens des gefärbten Wassers aus der
Flasche ab.
Das gefärbte Wasser, das
sich zunächst an der Wasseroberfläche ausbreitete, sinkt nach einiger Zeit
wieder ab und beginnt sich mit dem restlichen Wasser zu vermischen.
Wertvolle Tipps für das
Gelingen des Versuchs
Zunächst einmal kann gesagt
werden, dass dieser Versuch eher unproblematisch, aber dafür sehr spektakulär
ist. Das heißt, sowohl die Schüler/innen als auch der/die Lehrer/in können
bei diesem Versuch sehr viel beobachten und wichtige physikalische Vorgänge
darstellen.
Vorsicht ist allerdings immer
bei dem Umgang mit heißem Wasser geboten. Man kann sich sehr leicht Verbrühungen
zuziehen.
Anstatt der an der Schnur befestigten Flasche kann dieser Versuch auch
sehr gut mit einem kleinem Einmachglas mit Schraubdeckel durchgeführt werden.
Dabei gibt man etwas Lebensmittelfarbe oder Tinte in das Einmachglas, füllt es
mit heißem Wasser auf, und verschließt es mit dem Schraubdeckel. Dann stellt
man dieses Glas in die mit kaltem Wasser gefüllte Wanne und öffnet den
Schraubdeckel.
Was fachlich hinter diesem Versuch steckt
Wasser besteht aus winzigen
Teilchen, den Molekülen. Wärme beschleunigt ihre Bewegung, so dass sie sich
voneinander weg bewegen. Das gefärbte, heiße Wasser ist so weniger dicht und
daher auch leichter. Es hat also eine geringere Dichte und deshalb einen größeren
Auftrieb und steigt nach oben auf. Es „schwimmt“ also auf dem kalten Wasser.
Das durch das Herausströmen
des heißen Wassers frei gewordene Volumen in der Flasche wird mit hereinströmendem
kaltem Wasser ausgeglichen. Durch das Hereinströmen des kalten Wassers sinkt
die Temperatur des gesamten Wassers in der Flasche. Gleichzeitig steigt die
Temperatur des Wassers in der Wanne ( durch das Herausströmen des heißen
Wassers). Deshalb kann ein verlangsamter Ablauf des Versuchs beobachtet werden.
Erst wenn die Temperatur des
„heißen, schwimmenden“ Wasser sich abgekühlt hat und die gleiche
Temperatur wie das restliche Wasser aufweist, sinkt es ab und vermischt sich
damit.
Durch Wärmeeinwirkung dehnt Wasser sich aus, wird leichter und steigt in
kälterem Wasser nach oben.
Was der Versuch mit dem
Alltag zu tun hat:
Überträgt man die Erklärung
dieses Versuchs auf den Alltag, könnte man sich beispielsweise die Frage
stellen, wie sich Wasser in einem Topf erwärmt.
Töpfe bestehen meist aus
Metall, das ein guter Wärmeleiter ist, das heißt es kann Wärme leicht
aufnehmen und abgeben. Der Topf wird durch die Flamme erwärmt und erwärmt nun
seinerseits das Wasser auf dem Boden des Topfes.
Das warme Wasser steigt nach
oben, kaltes nimmt seinen Platz ein, erwärmt sich und steigt ebenfalls nach
oben. Durch diese Auf- und Abbewegungen des Wassers, die man Konvektion nennt,
wird die Wärme im ganzen Wasser verteilt.
Auch bei den Meeren spielt die
Einwirkung von Wärme eine große Rolle.
Die Meere werden unablässig
von warmen und kalten Wasserströmen durchzogen, echten Flüssen, die das Leben
im Meer und das Klima der Erde beeinflussen.
Welche Versuche
gut dazu passen
Zu diesem Versuch passen
generell alle Versuch die die Auswirkungen von Wärme auf Wasser demonstrieren.
Also beispielsweise der
Versuch „Die schwimmende Wärmflasche“ könnte sehr gut in diesem
Zusammenhang durchgeführt werden.