Was man braucht, um den Versuch durchzuführen
1
leere Punika Flasche
1
Reagenzglas
1
Luftballon
mehrere
Bleikügelchen
Faden
Wasser
Wie man den Versuch durchführt
Die
Punika Flasche wird vollständig mit Wasser gefüllt. Es darf keine Luft mehr in
der Flasche sein. Dann füllt man das Reagenzglas mit einigen Bleikügelchen.
Das Reagenzglas wird nun in die Flasche gesteckt und man füllt soviel Wasser in
das Reagenzglas, dass es gerade noch in der Flasche schwimmt. Nun wird das
Reagenzglas wieder herausgenommen und mit einem Stück des Luftballons und dem
Faden verschlossen. Dann wird das Reagenzglas wieder in die Flasche gesteckt.
Die Flasche muss bis zur Kante mit Wasser gefüllt sein bevor sie mit dem Deckel
verschlossen wird.
Was beim Versuch zu beobachten ist
Das
Reagenzglas schwimmt in der Flasche ganz oben. Wenn man auf den Deckel kräftig
und dauerhaft drückt, senkt sich das Reagenzglas. Durch unterschiedlichen Druck
kann man das Reagenzglas auf und ab bewegen oder in der Flasche „schweben“
lassen.
Wertvolle Tipps für das Gelingen des Versuchs
Der
Versuch klappt nur dann, wenn die Flasche wirklich bis zur Kante mit Wasser gefüllt
ist.
Das richtige Austarieren des Reagenzglases ist nicht ganz einfach. Um nicht jedes Mal die Flasche wieder ausleeren zu müssen, wenn das Glas zum Boden gesunken ist, empfiehlt es sich, für das Austarieren ein Gefäß zu verwenden, in das man mit der Hand hineingreifen kann.
Was fachlich hinter dem Versuch steckt
Statischer
Auftrieb bezeichnet die Wirkung einer Kraft an einem von Flüssigkeit oder von Gas
umgebenen Körper. Diese Kraft heißt Auftriebskraft FA. Sie ist
senkrecht nach oben gerichtet und hat ihre Ursache darin, dass von oben ein
kleinerer Schweredruck wirkt als von unten. (Die seitlich wirkenden Kräfte heben
sich auf.) Taucht ein Körper in eine Flüssigkeit oder ein Gas ein, so erfährt
er eine
Auftriebskraft, die genauso groß ist, wie die Gewichtskraft des vom Körper
verdrängten Flüssigkeits- oder des Gasvolumens.
Dieses
Prinzip nennt man auch das Prinzip des Archimedes.
Der
Druck auf den Deckel der Punika-Flasche wird auf das Wasser in der Flasche übertragen. Das Wasser kann aber nur
auf die Gummimembran des Reagenzglases ausweichen. Deshalb dellt sich die
Gummimembran ein. Dadurch wird die Luft in dem Reagenzglas zusammengedrückt.
Zuvor
konnte das Reagenzglas gerade schwimmen, d.h. Auftriebskraft und Gewichtskraft
waren etwa gleich groß. Jetzt ist die Auftriebskraft kleiner geworden, während
die Gewichtskraft sich nicht verändert hat. D.h., das Reagenzglas geht unter.
Was der Versuch mit dem Alltag zu tun hat
Auf
die Auftriebskraft trifft man im Alltag sehr oft. Kinder, die nicht schwimmen können
bekommen Schwimmflügel. Erst wenn die Schwimmflügel mit Luft gefüllt sind,
gehen die Kinder nicht unter. Schiffe schwimmen dank der Auftriebskraft.
Einsteigen
in das Thema kann man mit dem Versuch:
Man stellt eine Wanne mit Wasser in die Klasse und die Kinder dürfen verschiedene Gegenstände aus Holz, Metall, Gummi usw. in die Wanne werfen.
Eine Versuchsalternative ist der Versuch "Der Cartesische Taucher"
Welche Versuche gut dazu passen